Die Zinsen auf Tagesgeld sind aktuell so niedrig, weil die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf einem Rekordtiefstand hält. So müssen Banken den Anlegern keine hohen Zinsen bieten, weil sie über die EZB günstig an frisches Geld gelangen. Würde die EZB Ihren Leitzins erhöhen würden Banken versuchen über Anhebung ihrer Zinsen an Anleger wieder über Privatpersonen oder Unternehmen an Kapital zu kommen. Da eine Anhebung des Leitzins aus geldpolitischer Sicht zur Zeit keinen Sinn macht, befinden wir uns in dieser Situation, die voraussichtlich auch bis Ende 2010 in dieser Form andauern wird. Anleger haben demnach also zur Zeit schlechte Karten um mit Tagesgeld, Sparbuch oder Festgeld attraktive Zinsen zu bekommen.
Auch in diesem Bereich sieht man wie hart den einzelnen Bürger die Finanzkrise getroffen hat, der Zinssatz auf Kapitalanlage ist mindestens um 2 % gefallen, das entspricht bei einem Anlagebetrag von 10.000 € ganzen 200 € Zinsertrag weniger im Vergleich zum Stand vor der Krise. Allerdings hat der Sparer der schon vor der Krise auf Tagesgeld & Co gesetzt hat in der Krise keine größeren Beträge mit Aktien oder sonstigen Produkten der Börse in den Sand gesetzt und hat jetzt „nur“ unter der niedrigen Verzinsung seines Kapitals zu leiden.